Jung-Geselle von FUSSBODEN BAUER macht Auslandspraktikum

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Wohin geht es genau in England?
Im Süd/Westen von England in Devon liegt die kleine Stadt Totnes. Ca. 30 min von der Stadt Plymouth im Westen und ca. 30 min von der Stadt Exeter Richtung Norden/Osten entfernt.

Meine 14-wöchige Reise begann am Anfang März. Die ersten drei Wochen werde ich an einem Sprachkurs teilnehmen. Anschließend werde ich dann mein Praktikum in einer örtlichen Firma antreten, wo ich dann weiterhin einmal pro Woche Englischunterricht bekomme.

Ich bedanke mich bei meinen Chefs Christoph, Klaus und Monika Bauer, die mich für diese Zeit freigestellt haben.

Auch ein großes Dankeschön an meine Eltern, die mir mit Rat- und Tat beiseite stehen.

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Am 03.03.2017 fuhr ich mit meinem Auto (mit neuem TÜV :)) nach Fulda um dort kurzfristig einen Elektriker mitzunehmen, der auch seine Ausbildung beendet hat und ein Praktikum in Totnes machen will.

Von Fulda ging es weiter über Belgien und Holland nach Frankreich. Am Hafen in Calais übernachteten wir in einem Hotel bevor es am 04.03.2017 frühs mit der Auto-Fähre von Calais nach Dover(England).

Mit Linksverkehr und abgeklebten Lichtern fuhren wir nach Bournemouth an die Südküste Englands.

Am Sonntag, den 05.03.2017 erreichten wir Totnes.

Dort lernten wir unsere Gastfamilie kennen. Meine supernette Familie besteht aus der Mutter Rebecca (45 Jahre), dem Sohn Will (18 Jahre) und der Tochter Ella (14 Jahre).

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Es gibt noch den Hund Jackson und die Katze Roxy.

Ich habe ein nettes Zimmer in ihrem gemütlichen Haus. Jeden Morgen werde ich von der Katze Roxy mit einem Satz auf mein Bett und Schnurren geweckt.

Die ersten 3 Wochen heißt es nun Englischlernen. Es macht sehr viel Spaß.

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Die Schüler und Schülerinnen kommen unter anderem aus Frankreich, Spanien, Italien, Schweiz, Thailand und Syrien.

Es ist eine gemischte Gruppe im Alter von 16 –40 Jahren.
Es gibt zwei Klassen, die nach den Englischkenntnissen aufgeteilt sind.
Meistens bestehen die Klassen aus 6 –8 Personen.
Einige von den Schülern haben einen rein schulischen Aufenthalt in Totnes. Die anderen, wie ich machen auch ein Praktikum in einem englischen Betrieb.

Am 25.03.2017 haben wir einen Schulausflug nach Exeter gemacht.

Exeter mit ca. 120000 Einwohner ist die Hauptstadt der Grafschaft Devon im Südwesten Englands und war früher die Hauptstadt von Cornwall. In Exeter ist vor allem Leichtindustrie ansässig.

Der Sitz des britischen Wetterdienstes “Met Office“ ist dort, es ist einer der größten meteorologischen Einrichtungen der Welt.

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An diesem Tag besuchten wir die unterirdischen Passagen. Sie wurden entworfen, um sauberes Trinkwasser aus natürlichen Quellen außerhalb der ummauerten Stadt zu holen. Das Wasser wird durch Bleiprofile in die Stadt gepumpt. Diese Tunnels wurden gebaut um Wartungsarbeiten leicht zu beheben und waren auch ein Schutz vor Kriege.

Es war eine sehr enge und nasse Angelegenheit. Es hat uns aber allen viel Spaß gemacht durch die Gänge geführt zu werden und Geschichten über die Erbauung zu erfahren. Es ist eine Empfehlung, wenn man in der Nähe von Exeter ist.

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Bei so lang anhaltendem schönem Wetter haben wir dann noch eine kleine Kanutour auf dem Fluss Exe gemacht und uns die Stadt vom Wasser aus angesehen.

Der Fluss entspringt im Exmoor-Nationalpark. Er fließt durch viele Dörfer und Städte bis er dann in den Ärmelkanal gelangt.

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Die Kathedrale konnten wir uns leider nur von außen anschauen, da wir nicht mehr viel Zeit hatten.
Ich werde auf jeden Fall nochmal nach Exeter fahren um diese schöne Stadt noch mehr zu erkunden.

Ich arbeite in der Firma Goss Joinery.

Die Firma wurde vor 20 Jahren von Peter Goss gegründet. Der Chef Peter Goss nimmt die Aufträge an, berät die Kunden, nimmt das Aufmaß und fertigt die Zeichnungen an.

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Im Büro ist ein Mitarbeiter, der auch die Vertretung übernimmt. Die Mutter des Chefs arbeitet in der Lohnbuchhaltung. 5 Schreiner bauen die Möbel und montieren sie dann auch bei den Kunden. 2 Lackierer sind für die Oberflächenveredelung zuständig. Die Möbelstücke werden entweder lackiert oder geölt.

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Mit dem Mitarbeiter Christian war ich schon bei Kunden unterwegs, dort haben wir Schränke montiert. Er hat das selbe Programm wie ich vor 11 Jahren absolviert und lebt seit dem in England. Mit ihm rede ich natürlich nur Englisch, wenn es aber um Fachbegriffe geht, die ich noch nicht kenne kann ich ihn auch auf Deutsch fragen.

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Die Firma steht in South Berent, das ist ca. 9 km von meinem Wohnort entfernt.

Jeden Tag zwischen 12-13 Uhr kommt ein Foodcar zur Firma, dort können wir Getränke, Sandwiches, süße Snacks kaufen.

Es werden ausschließlich Möbel angefertigt, meist aus Massivholz.
Die Einrichtungen werden für Privat- aber auch für Firmenkunden angefertigt.
Zur Zeit werden Schränke für ein Museum gebaut.

Hauptsächlich kommen die Kunden aus der Umgebung, aber auch schon mal aus London.

Mir gefällt die Arbeit in der Firma sehr. Ich darf viel in dieser Firma mit anpacken.
Heute habe ich von meinem Chef einen speziellen Auftrag bekommen: Ich soll eine Rampe für seinen alten Hund bauen, damit dieser leichter in den Kofferraum des Autos kommt :).
Ich bin gespannt was mich in den nächsten Wochen so erwartet.

Dieses Wochenende bekamen wir Besuch von Michael Oschatz, von der Agentur „Verein für Internationale Mobilität Pforzheim“, der unser 14-wöchiges Praktikum organisiert und betreut.
Jetzt sind wir 7 Wochen hier. Halbzeit!

Michael Oschatz und Patrick, ein Kollege von mir, der sein Praktikum in der Englischen Schule absolviert, planten zusammen einen Ausflug nach Bristol, Cardif, Big Pit: National Coal Museum und Stonehenge.

Spaß stand natürlich im Vordergrund. Die Reise startete am Freitag um 10 Uhr mit fünf Jungs und einem Mädchen, die von Michael zur Zeit in England betreut werden. Wir fuhren mit 3 Privatautos nach Wells, ca. 144 km in Richtung Nord/Ost.
Das „high light“ von Wells war für uns die Kathedrale.

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Dort probte gerade ein Chor mit jungen Sängern. Dieser tolle Klang in der alten Kirche war sehr ergreifend und machte uns ein „Gänsehaut-Feeling“.

Wir fuhren weiter in die Kleinstadt Chedder um dort ein Käsemuseum zu besichtigen. Leider hatte dies zu unserem Pech geschlossen. Wir legten dort eine „Eispause“ ein und bearbeiteten die schriftlichen Unterlagen von VIMOB.

In der Stadt Bristol machten wir abends eine Kneipentour und übernachteten in einem Hostel.
Gut gestärkt mit einem Englischen Frühstück
ging es am nächsten Morgen Richtung Blaenavon ins „Big Pit National Coal Museum“.

Das Englische Frühstück schmeckt sehr lecker und kalorienreich mit Eiern, Bohnen, Speck, Tomaten, kleinen Bratwürstchen, knusprig gebratenem Toast und Reibekartoffelecken.

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Das Museum ist eine stillgelegte Kohlemine. Man konnte erahnen unter welchen schwierigen Bedingungen die Menschen dort arbeiten mussten.

Untertage ohne Tageslicht, bei 10 C° in Staub und Dreck mit Einsturzgefahr und schwerer körperlicher Anstrengung. Das war sehr beeindruckend, leider durfte man dort keine Bilder wegen Explosionsgefahr durch elektronische Geräte machen.

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In Cardiff konnten wir nur noch einen Stadtbummel machen ;), da das Schloss schon geschlossen hatte.

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Zurück in Bristol fuhren wir zur „CLIFTON SUSPENSION BRIDGE“ um von dort den Sonnenuntergang zu genießen.

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Am nächsten Tag verabschiedeten wir Herrn Oschatz, der zurück zum Flughafen fuhr.

Auf dem Heimweg nach Totnes besichtigten wir die berühmte Steinformation „Stonehenge“.
Die gesamte Anlage soll ca. 3000 v. Chr. erbaut sein. Man vermutet, dass es ein Kult- oder Versammlungsplatz, eine religiöse Tempelanlage oder eine Begräbnisstätte sein könnte.

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Ich hoffe, dass mein Auto diesen Englandtrip überlebt. Die Straßen hier sind sehr eng und kaputt mit vielen tiefen Schlaglöchern, sogar auf den Autobahnen. Multitaskingfähigkeit ist beim Autofahren gefragt. Da muss man sich zum einen aufs Linksfahren konzentrieren, kein entgegenkommendes Auto in den engen Straßen anrempeln oder an einer Hauswand hängen bleiben und gleichzeitig versuchen den Schlaglöchern auszuweichen, was nicht immer klappt.

Es war ein sehr schönes Wochenende. Am meisten hat mich gefreut, Michael Oschatz persönlich kennen zu lernen, wir kannten uns bis dahin ja nur telefonisch.

Ostern in London

Am Karfreitag früh um 5:50 Uhr machten sich sechs Praktikanten mit dem Bus auf den Weg.

Nach ca 6 ½ Stunden Fahrt kamen wir in London an der Victoria Coach Station an. Nach dem Einchecken im Hostel ging es direkt ins Getümmel dieser Metropole, mit den Sehenswürdigkeiten, die wir alle aus dem Englischunterricht kennen: Big Ben, Buckingham Palace, Tower Bridge, Westminster Abbey, Trafalcer square…..

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Ein toller Ausblick auf die Sehenswürdigkeiten von London bot uns das größte Riesenrad Europas, das „London eye“. Wir haben uns dort gleich für den nächsten Tag alle Tickets besorgt, da bis zur Mittagszeit immer alles ausverkauft ist.

Ein weiteres Wahrzeichen von London ist der „Elisabeth Tower“ mit der berühmten Glocke „Big Ben“. Der Glockenschlag von Big Ben ist weltweit bekannt und wird auch als Stimme Britanniens bezeichnet.

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Mit vielen anderen Touristen mussten wir natürlich auch über die „Tower Bridge“, die berühmteste Klappbrücke aus dem Jahr 1894. Diese Straßenbrücke verbindet den Nord- und Südteil der Stadt über den Fluss Themse.

Ein weiterer Touristenmagnet war der „Backingham Palace“. Dort lebt die Quenn Elisebeth II. und Prinz Philip. Es werden dort aber auch ausländische Staatsgäste empfangen.

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Im Wachsfigurenkabinett von „Madame Tussauds“ standen wir Stars wie Leonardo Di Caprio, Captain America, Halk, Brad Pitt oder Angelina Jolie gegenüber (die zwei waren aber nicht nebeneinander ;). Sehr erstaunt war ich über die Größe von Charlie Chaplin, den habe ich mir immer größer vorgestellt habe. Auch unsere Angela Merkel war dort. Donald Trump stand sogar schon im Weißen Haus. Es ist echt erstaunlich wie detailgetreu und lebensecht die Figuren modelliert wurden.

Egal wo ich unterwegs war, ich erlebte die Engländer immer als freundlich und hilfsbereit. Auch als Verkehrsteilnehmer behandelt man sich rücksichtsvoll und zuvorkommend.

Die vielen Kilometer zu Fuß und die großartigen Eindrücke dieser wuseligen Großstadt ließen uns abends völlig platt ins Bett fallen.

London muss man gesehen haben.

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Das ist meine englische Familie Rockett:

Mutter: Rebecca Rockett arbeitet in der örtlichen Grundschule im Rektorat als Sekretärin. Sie liest gerne Bücher.

Sohn: Will Rockett macht derzeit seinen Abschluss in der Schule (A Levels), das ist in Deutschland das Abitur. Danach möchte er im Hotel arbeiten. Er arbeitet jedes Wochenende in Torquay in der Gastronomie Pier Point. In seiner Freizeit spielt er Fußball und geht zum Fitness Studio.

Tochter: Ella Rockett ist in der 3. Klasse Scondary School, das entspricht Real- oder Mittelschule in Deutschland. Auch Sie hat jetzt angefangen ihr Taschengeld ein bisschen aufzubessern und arbeitet mit ihrem Bruder in Torquay bei Pier Point. Sie trainiert in einem Sportverein Sprinten.

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In England starten alle Schüler mit 4 Jahren. Sie gehen dann 6 Jahre in die Grundschule, wie in Deutschland. Danach geht es 5 Jahre in eine fortführende Schule, das kann man mit unserer Mittelschule vergleichen. Am Ende wird dann ein Test geschrieben. Je nachdem wie man diesen abschließt, kann man zwischen drei Schulformen wählen. Ausbildung in einen Betrieb (wie in Deutschland) und einmal in der Woche zur fachbezogene Schule oder eine rein schulische Ausbildung (Richtung Holz, Metall, Friseur, Küche, Büro oder andere berufliche Tätigkeiten). Man kann auch weiter zur Schule gehen, einen Abschluss, wie bei uns das Abitur machen und dann zur Universität zum Studieren.

Ich wurde herzlich in dieser Familie aufgenommen und fühle mich wie zu Hause. Mit Rebecca lerne ich oft neue Vokabeln. Ihre Mutter stammt aus Berlin und ist als 18 jährige nach England zu ihrem Onkel ausgewandert. So kann Rebecca ein bisschen Deutsch.
Ich werde diese Familie sehr vermissen, wenn ich wieder zurück nach Deutschland fahre.
Ich hoffe der Kontakt bleibt weiterhin bestehen und wir können uns gegenseitig besuchen.

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In der Firma durfte ich schon viel Tätigkeiten ausüben, Unter anderem auch einen Badezimmer Schrank für meine Familie, die sich sehr darüber gefreut hat.

Ausflug nach Cornwall

Am 26.5. fuhren wir zu dritt zum Zelten nach Cornwall. Cornwall ist für seine schönen Strände und das türkisblaue Wasser bekannt.

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Unser Ziel war der südlichste Punkt von England (Lizard Point). Auf dem Weg dorthin machten wir Zwischenstopps an ein paar schönen Strände: Fowey Beach, Porthpean Beach, Porthluney Beach. Auch wenn es nicht gerade Badewetter war bleiben die schönen Bilder von Sonne, Wind, weißem Sandstrand, zerklüfteten Felsen und türkisblauem Meer.
Lizard Point markiert die nördliche Einfahrt in den Ärmelkanal. Alles blüht und grünt, über 600 Arten von Wildblumen wachsen hier.

Wir übernachteten auf dem Campingplatz Treen Farm Campsite, wo der bekannte Trampelpfad „Coast Path“ an der gesamten Küste von Cornwall entlang verläuft. Dieser Weg lohnt sich, da man an viele schönen Strände und sehenswerte Orte vorbei kommt.

Wir starteten am Campingplatz und wanderten zum Minack Theatre, am Porthgwarra Beach entlang bis nach Lands End.

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Das Minack Theatre war eine Idee und das Lebenswerk von einer Dame namens Rowena Cade. Ein örtliches Ensemble suchte eine geeignet Location für die Aufführung von „Der Sturm“. Rowena Cade bot an das Stück in ihrem Garten aufzuführen. So baute Sie mit ihrem Gärtner eine Bühne und Sitzplätze. Das schöne Ambiente am Meer kam so gut an, dass sie über Jahre hinweg immer weiter an ihrem Projekt baute.

Sie bekam Hilfe von vielen Freiwilligen. Im Winter wurde gebaut und im Sommer waren die Aufführungen.

Sie hinterließ umfangreiche Pläne, die teilweise bis heute noch nicht verwirklicht sind. Alle 10 Jahre gibt es eine Jubiläumsaufführung von „Der Sturm“.

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Lands End ist der westlichste Punkt Englands auf der Hauptinsel Großbritanniens, und dann kommt nur noch Amerika. Dort genossen wir den Sonnenuntergang und fuhren danach mit dem Taxi ins Camp.

Am nächsten Tag fuhren wir zum St. Michael´s Mount, das ist eine kleine Gezeiteninsel in Mount’s Bay. Die Insel kann über einen Fußweg besucht werden, dieser ist nur passierbar bei mittlerer Flut und niedrigem Wasser. Ansonsten kommt man nur mit dem Boot auf die Insel.

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Unser nächstes Ziel war St. Ives Bay. Das ist ein 6 km langer Strand bei der Stadt St. Ive. Bei schönem Wetter stürzten wir uns in die Wellen.

Sehr schön anzusehen war Port Isaac, ein Fischerdorf an der Nordküste der Grafschaft Cornwall, das ganz nah an den Klippen gebaut worden ist.

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So schnell vergehen 14 Wochen!

In der letzten Woche meines Auslandsaufenthaltes haben mich meine Eltern besucht, dies hat mich sehr gefreut. Sie landeten in London und fuhren mit einem geliehenen PKW zu mir. So konnte ich ihnen zeigen, wie und wo ich in den letzten 13 Wochen gelebt und gearbeitet habe.

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Natürlich habe ich ihnen meine Gastfamilie vorgestellt. Meine Vermieterin Rebecca hatte an diesem Tag Geburtstag, da kamen wir gerade richtig zur Tea-Time. Wir fuhren auch zu meiner Firma, in der ich arbeitete. Ich bekam ein Fach-Wörterbuch von meinem Boss, das von allen Mitarbeitern signiert wurde.

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Einen Tag, im Schnelldurchlauf fuhr ich mit meinen Eltern nach Cornwall, da ich ihnen unbedingt diese tollen Küsten und Landschaften zeigen musste. Wir hatten sogar Glück mit dem Englischen Wetter. Wir starteten bei Regen und dann riss die Wolkendecke auf und Cornwall zeigte sich von seiner schönsten Seite.

In einem Café genossen wir ein typisch englisches Frühstück, wanderten am kilometerlangen weißen Sandstrand entlang und besuchten die schönen, alten Fischerstädtchen.

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Am Samstag früh hieß es dann von meiner Gastfamilie Abschied nehmen und zurück nach Deutschland fahren. Um 6:30 Uhr fuhren wir los und kamen nach 16 Std und über 1200 km Fahrt um 22:30 Uhr zu Hause an. Mit der Fähre waren wir 1:45 Std. unterwegs, dazu kommt noch 1 Std. Zeitverschiebung.

Die Fahrt funktionierte hervorragend, auf meinen alten Golf war verlass. Wir hatten wenig Stau. Um London herum fuhren wir Landstraße und durch Holland, Frankreich und Belgien kamen wir gut durch. Somit waren wir schnell in Deutschland.
In Köln machten wir einen kurzen Stopp um uns zu stärken und das Auto meiner Eltern, das am Flughafen parkte, zu holen. Für mich war es sehr komisch auf Deutsch das Abendessen zu bestellen. Ich freute mich sehr, dass ich wieder ein richtig gutes Schnitzel essen konnte. Alles fühlte sich sehr unwirklich an, ich kam mir vor wie auf Besuch. Es war komisch, dass die Leute um mich herum kein Englisch sprachen.

In den ersten Nächten träumte ich weiterhin in Englisch. Es dauerte eine Weile bis ich daheim angekommen war.

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Jetzt im Rückblick auf die 14 Wochen, kann ich das Land England echt empfehlen, auch um dort einmal Urlaub zu machen. Die Menschen sind sehr nett und zuvorkommend, zudem muss man die Landschaft, die Küste, Städte und Dörfer gesehen haben. Das Essen schmeckt trotz aller Vorwarnung richtig super. Ich konnte regelmäßig in meiner englischen Familie mit am Tisch essen, bin aber gelegentlich auch in Pubs und Restaurants zum Essen gegangen. Das Einzige was mir auf Dauer fehlte, war unser gutes deutsches dunkles Brot.

Mein Fazit:
Ich kann einen Auslandsaufenthalt nur empfehlen.
Ich habe sehr viel erlebt, gelernt und gesehen.
An diese Erfahrung werde ich mich mit Sicherheit noch lange erinnern.
Nur so bekommt man Einblicke in ein anderes Land, Leben und deren Kultur. In dieser Zeit in England, habe ich neue Freundschaften geschlossen, mit denen ich weiterhin in Kontakt bleibe.

Ein großes Dankeschön an meine Eltern, die mich in der gesamten Zeit unterstützt haben.
Auch ein Dankeschön an Klaus, Christoph und Monika Bauer die mich für diese Zeit freigestellt haben.
Wenn auch Ihr über ein Auslandsaufenthalt nachdenkt, gebe ich euch nur ein Tipp: „Macht das, es stärkt einen!“

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Zurück bei FUSSBODEN BAUER wurde die Rückkehr von Micha zur „Wiedergewöhnung“ an die deutsche Kost die Rückkehr von mit einem kleinen Grillfest gefeiert. „Wir freuen uns, dass Micha eine solche Auslandserfahrung in England machen konnte und nun mit seiner ganzen Erfahrung unser Team wieder verstärkt“, so Klaus Bauer.